ORO – natürlich nachhaltig: Für uns eine Selbstverständlichkeit von Anfang an!

ORO - Die regionale Kelterei natürlich nachhaltig

Nachhaltigkeit braucht regionale Kreisläufe.

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Scheinbar ein moderner Begriff, mittlerweile fast schon ein »Buzzword«. Dabei gibt es das Wort schon lange. Carl von Carlowitz stellte im Jahr 1713 die Regel auf, dass man nur so viele Bäume in einem Wald abholzen sollte, wie auch wieder nachwachsen. Es geht also um einen schonenden Umgang mit Ressourcen, mit Energie, so zu agieren, dass auch eine nächste Generation noch ihre Chancen hat.

Deshalb Glas statt Plastik!

1958 als sich unsere Selbstvermarktungs-Genossenschaft gründete, stellte sich kaum die Frage, aus welchem Material die Flaschen bestehen, in denen ORO-Markensäfte abgefüllt werden. Mittlerweile stehen Plastikflaschen für weniger Gewicht und manchmal scheinen sie »praktischer« zu sein. Plastik steht aber auch für ein weltweites Problem: Die Bilder Plastik bzw. Microplastik ist wohl mittlerweile fest in unseren Köpfen verankert.

Wir bei der ORO werden auch zukünftig bei unserer braunen Glasflasche bleiben. Denn sie hat gleich mehrere Vorteile: Glasflaschen können wiederverwendet werden (und nicht, wie bei Plastik, nur recycelt) und das bis zu 50 Mal. Erst dann werden Glasflaschen recycelt und neue Glasflaschen bestehen bis zu 90% aus Altglas!

Weiterer Vorteil von Glasflaschen: Glas ist geschmacksneutral. Keine Geschmacksbeeinträchtigung durch die Flasche für unsere Qualitäts-Fruchtsäfte!

Vorteil der braunen Flasche: Schädliches UV-Licht wird herausgefiltert und kann nicht Farbe und Geschmack des Saftes beeinträchtigen, wie es bei Weißglas-Flaschen geschehen könnte.

ORO Die regionale Kelterei - Nachhaltigkeit nur mit regionalen Kreisläufen

Regionales Glas-Pfandflaschensystem

Und wieder einmal ist es unsere regionale Ausrichtung, die echte Nachhaltigkeit erst gewährleistet: Nur wenn Leergut nicht quer durch Deutschland transportiert werden muss ist echte Nachhaltigkeit gewährleistet, sonst stellt der Ressourcenverbrauch, den der Transport darstellt das ganze System in Frage. Unser Vertriebssystem ist regional aufgebaut. Dadurch ist echte Nachhaltigkeit mit unseren Glas-Pfandflaschen gewährleistet.

ORO Die regionale Kelterei - Glas statt Plastik
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ORO Bio-Streuobst-Initiative: Mehr Nachhaltigkeit im Landkreis Rosenheim

Viele Streuobst-Bauern stehen vor einem Dilemma: Ihre Streuobst-Wiesen bestehen aus extensiv gepflegten hochstämmigen Obstbäumen und werden bereits seit Jahren weder mineralisch gedüngt oder gespritzt - dennoch können sie ihr Obst nur als »konventionelles Obst« verkaufen und nicht als Bio-Obst. Dies, obwohl sie eigentlich alle Kriterien für Bio-Obst erfüllen:

  • extensiver Schnitt, nur alle 5–10 Jahre
  • keine mineralische Düngung
  • nicht gespritzt

Genau hier setzt die ORO Streuobst-Bio-Zertifizierung an, denn für »Bio« gilt normalerweise, daß der gesamte Betrieb umgestellt und zertifiziert wird. Der Betrieb trägt die Verantwortung und muss auch die Zertifikationskosten tragen.

Für Streuobstwiesen gilt eine Sonderregelung:

Eine Trägerorganisation (ORO) kann die Zertifizierung für mehrere Obstwiesen übernehmen. Die Betriebe können ansonsten konventionell weiterarbeiten. Die ORO ist gemeinsam mit dem Betrieb für die Einhaltung der Bio-Vorschriften auf den Streuobst-Flächen verantwortlich. Deshalb wird zwischen ORO und Obstgartenbesitzer ein Vertrag geschlossen, der alle Details regelt.

Über diesen Weg sorgen wir für den Erhalt von Streuobst-Wiesen im Landkreis Rosenheim und damit für mehr Nachhaltigkeit und ökologischen Nutzen.

Der Bio-Zertifizierungsprozess wird genauestens überwacht:

DE-ÖKO-037 / Deutsche Landwirtschaft

 

Streuobstwiesen:
Warum sie so wichtig sind und was das mit unserer Genossenschaft zu tun hat.

Streuobstwiesen stellen die traditionelle Form des bayerischen Obstanbaus vor allem in unserer Region in Südostbayern dar. Typisch zum Beispiel für das Inntal sind bunt gemischte und locker verstreut stehende Obstbäume unterschiedlichen Alters und mit vielen verschiedenen Sorten. Im Gegensatz zum Plantagenanbau handelt es sich meistens um Hochstamm-Bäume, die eine Doppelnutzung der Flächen möglich macht. Viehweide, Wiese, Heugewinnung auf der einen Seite, Obstverwertung auf der anderen Seite.

Nachhaltigkeit pur: Streuobstwiesen sind gut für das ganze Ökosystem.

Streuobstwiesen sind der ideale Lebensort vieler Insekten und damit in Folge auch von Vögeln und Kleintieren. Außerdem werden Streuobstwiesen in der Regel nur extensiv genutzt und meist auch nicht künstlich gedüngt. Sie sorgen so für mehr Artenreichtum und prägen in vielen Voralpenregionen das Landschaftsbild. Außerdem sorgt gerade diese Anbauart für den Erhalt vieler alter Apfel- und Birnensorten.

Die Gründer der Selbstvermarktungs-Genossenschaft »ORO« waren alle Streuobst-Bauern!

Äpfel und Birnen von Streuobstwiesen sind Obst, das nicht auf Produktivität und »Höchstleistung« getrimmt ist, vielmehr ist es eine Mischung vieler Sorten, mit teilweise sehr charakteristischem Geschmack. Die Ernte ist dafür bei weitem mühevoller als in Plantagen-Anlagen. Deshalb gründeten 1958 einige Obstbauern aus Rohrdorf und Umgebung die ORO Obstverwertung eG als Selbstvermarktungs-Genossenschaft. Ziel war und ist es, das eigene Obst aus Streuobstwiesen qualitätvoll zu verwerten und zu wohlschmeckenden Fruchtsäften, Fruchtnektaren und Fruchtsaftmischgetränken zu verarbeiten und ausschließlich in der heimatlichen Region zu verkaufen.

ORO - Die regionale Kelterei - Obst von Streuobstwiesen
Typisch für Streuobstwiesen: Hochstamm-Bäume
Streuobstwiese - verschiedene Apfel- und Birnensorten
Eine Streuobstwiese - unterschiedlichste Apfel- und Birnensorten
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